soziales Engagement / Weltethos

Krieg in der Ukraine- Doch was passiert eigentlich genau?

(ein Beitrag von Cristina Braun)

Jeder hat es mittlerweile mitbekommen, seit drei Wochen herrscht Krieg in der Ukraine.

Doch wie genau kam es dazu?
Stop War von Valere, Linda auf creativeboom (framed link)

Schon seit einiger Zeit streiten die Länder Ukraine und Russland miteinander. Dabei ging es in der Vergangenheit vor allem um Gebiete im Osten der Ukraine – und darum, ob diese zur Ukraine oder Russland gehören. Seit Jahren finden dort deshalb Kämpfe statt. Ende Februar wurde der Streit immer heftiger: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Gebiete im Osten der Ukraine als eigene Staaten anerkannt. Aus russischer Sicht gehören diese Gebiete jetzt also nicht mehr zur Ukraine. Damals sprach Putin davon, Soldaten in diese Gebiete zu schicken, um sie zu befreien oder ihnen zu helfen.

Vor drei Wochen hat der russische Präsident Wladimir Putin die Ukraine aber dann mit russischem Militär angegriffen. In vielen Städten und Regionen gibt es Kämpfe und es kommt immer wieder zu großen Explosionen, in vielen Städten haben diese auch Zerstörungen hinterlassen.

Viele Menschen sterben bei den Kämpfen und Explosionen in der Ukraine oder werden schwer verletzt. Das russische Militär greift auch Zivilisten und Krankenhäuser an , obwohl es im Krieg verboten ist,

 

Die angesehene Zeitung New York Times schreibt, die Ukraine hatte 1994 über tausend sowjetische Atomwaffen im eigenen Land abgebaut und an Russland gegeben um im Gegensatz Garantien für die Sicherheit zu bekommen – doch die Zusagen wurden gebrochen – siehe Artikel der Zeitung hier (redaktion)

 

Menschen verlassen ihre Heimat und Familien

In den angegriffenen Städten bringen sich die Menschen zum Beispiel in U-Bahn-Stationen in Sicherheit. Diese liegen tief unter der Erde und bieten somit Schutz vor Bomben.

Mehr als zwei Millionen Menschen haben die Ukraine mittlerweile verlassen und suchen in anderen Ländern Schutz vor dem Krieg. Doch die Männer müssen zurückbleiben und ihre liebsten zurücklassen, ohne zu wissen, ob sie sich jemals wieder sehen. Familien werden auseinandergerissen und Experten schätzten das dies große traumatische Auswirkungen auf die Kinder haben wird.  Expertinnen und Experten schätzen außerdem, dass wenn die Kämpfe nicht bald aufhören, noch viel mehr Menschen aus der Ukraine flüchten müssen.

Auch Politiker versuchen den Krieg aufzuhalten

Vertreter der russischen und der ukrainischen Seite haben sich mittlerweile schon ein paar Mal getroffen, um zu verhandeln. Dort soll ein Kompromiss gefunden werden, damit die Kämpfe aufhören. Eine Lösung, mit der beide Seiten einverstanden sind. Allerdings gibt es bislang keinen Kompromiss, der die erfüllt. Auch Politiker aus anderen Ländern versuchen öfters mit dem russischen Präsidenten Putin zu sprechen und ihn davon abzuhalten die Kämpfe dort fort zu setzten. Das ist Bisher auch das nicht gelungen.

Viele andere Länder versuchen auch mit anderen Mitteln Russland zu stoppen und der Ukraine zu helfen:

Zum Beispiel mit Sanktionen gegen Russland, damit soll ein Land dazu gebracht werden, sein Verhalten zu ändern. Bei den Sanktionen gegen Russland geht es vor allem um Geld. Zum Beispiel wird es für einige russische Firmen schwieriger werden, Geschäfte in den Ländern zu machen, die die Strafen verhängt haben. Dadurch können russische Firmen nicht mehr so viel Geld verdienen.

Eine besonders schwere Strafe: Zahlreiche Länder – darunter auch Deutschland, Kanada, Italien und die USA – haben mehrere russische Banken aus dem SWIFT-Netzwerk ausgeschlossen. Ohne dieses Netzwerk ist es viel schwieriger, Geld zwischen Russland und anderen Ländern zu versenden. Das schadet den russischen Firmen.

Um der Ukraine zu helfen, werden auch Hilfsgüter, so wie z.B. Munition, Waffen, Desinfektionsmittel, Schutzmasken Handschuhe, Kleidung und Medizin, in die Ukraine gebracht.

Andere Länder, hauptsächlich Nachbarländer der Ukraine, nehmen auch geflüchtete auf, um der Ukraine zu helfen. Auf der ganzen Welt wird außerdem mit Demos und ukrainischen flaggen gegen den Krieg demonstriert.

Russland hat angegriffen- doch wie geht es dem russischen Volk?

In der letzten Woche hat auch das russische Volk mitbekommen das es krieg zwischen der Ukraine und Russland gibt.

So wie auch eine Journalistin die in den russischen Abendnachrichten ein Protest-Plakat hochhält. Viele feiern ihren Mut, denn in Russland drohen ihr jetzt viele Jahre Gefängnis.

Marina Owsjannikowa heißt die Frau, die jetzt auf der ganzen Welt für ihren Mut gefeiert wird. Sie sprang während der russischen Abendnachrichten hinter die Moderatorin mit einem Plakat, auf dem auf Englisch und Russisch zu lesen ist: “Kein Krieg. Stoppt den Krieg. Glauben Sie nicht der Propaganda. Sie belügen Sie hier.” Dazu rief sie: Stoppt den Krieg. Nein zum Krieg.

Protest ist in Russland aber verboten:

Marina Owsjannikowa war nur wenige Sekunden in den russischen Abendnachrichten zu sehen, dann schaltete der Sender zu einem anderen Beitrag um. Dieser Sender ist das Staatsfernsehen in Russland und damit die Hauptnachrichtenquelle für viele Millionen Russen. Der Sender hält sich dabei ganz genau an das, was Putin vorschreibt, Kritik an ihm ist verboten. Denn in Russland gibt es keine Meinungs- und Pressefreiheit so wie in Deutschland, sondern man kann dafür bestraft werden, wenn man Kritik an Putin ausübt.

Cristina Braun

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